Die besten Crowdfunding-Plattformen in Deutschland

Eine Umarmung am Tag der Abschlussfeier
| 11 Min. Lesezeit Fundrasing-Strategie

Crowdfunding ist für viele Menschen eine praktische Möglichkeit, online Unterstützung zu erhalten. Ob du Geld für medizinische Kosten, ein persönliches Anliegen, ein kreatives Projekt oder eine Initiative in deiner Community sammeln möchtest: Die richtige Plattform kann dir helfen, dein Ziel schneller und einfacher zu erreichen.

In Deutschland gibt es viele Crowdfunding-Plattformen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Manche sind auf persönliche Spendenaktionen ausgerichtet, andere auf kreative Projekte, Start-ups oder gemeinnützige Vorhaben. Wenn du überlegst, welche Plattform am besten zu dir passt, lohnt sich ein genauer Blick auf Funktionen, Gebühren, Zielgruppen und Reichweite.

Bevor wir die wichtigsten Plattformen vorstellen, schauen wir uns an, worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Vorteile einer Crowdfunding-Plattform

Crowdfunding-Plattformen helfen dir dabei, schnell und unkompliziert online finanzielle Unterstützung von deinem Umfeld in Form von Spenden zu erhalten. Mit einer guten Crowdfunding-Website kannst du Menschen in deiner Nähe sowie weltweit für dein Projekt erreichen und bist unabhängig von staatlichen Mitteln. Außerdem kannst du deine Crowdfunding-Projekte in kürzester Zeit erstellen, live schalten und unkompliziert deinen Link über soziale Medien, Kommunikations-Apps oder E-Mail teilen. Bitte dein Netzwerk darum, deinen Spendenaufruf zu teilen.

Anstatt alle potenziellen Spender:innen einzeln anzuschreiben, sehen Unterstützer:innen auf deiner Seite auf einen Blick, wie viel zur Erreichung des Ziels noch fehlt und somit auch, wie viel ihre Spende bedeutet. Dabei wird auch erkennbar, welche anderen Teilnehmer zuvor bereits Geld gegeben haben. Zu guter Letzt kannst du deine Spender:innen mit wenigen Klicks auf dem Laufenden halten, und sie erhalten automatische Benachrichtigungen über die Crowdfunding-Plattform.

3 typische Crowdfunding-Methoden in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es verschiedene Möglichkeiten, Crowdfunding-Projekte umzusetzen. Jede der vielen seriösen Crowdfunding-Plattformen in Deutschland spezialisiert sich allerdings auf verschiedene Arten des Fundraisings. Hier sind 3 typische Methoden:

1. Spendenbasiertes Crowdfunding:

Spenden sind eine der häufigsten Formen des Crowdfunding. Bei dieser Methode werden Spenden ohne Gegenleistung verteilt. Der oder die Organisator:in eines solchen Aufrufs ist also nicht verpflichtet, Spender:innen die Gelder zurückzuzahlen oder ihnen eine andere Form der Zuwendung zukommen zu lassen. Es handelt sich um einen reinen Aufruf zur wohltätigen Unterstützung, z. B. für medizinische Probleme oder für Kreative. GoFundMe ist die weltweit größte Plattform für Crowdfunding auf Spendenbasis.

2. Anteilsbasiertes Crowdfunding:

Anteilsbasiertes Crowdfunding dient der Finanzierung eines Projekts, typischerweise dem Aufbau oder der Entwicklung eines Unternehmens oder Geschäfts. Die Geldgeber:innen übernehmen die Rolle von Investor:innen. Für ihre Investition erhalten die Geldgeber:innen Firmenanteile und können später davon profitieren.

3. Belohnungsbasiertes Crowdfunding

Beim belohnungsbasierten Crowdfunding gibt es für jede Spende eine Belohnung, üblicherweise mit einer Dienstleistung oder einem Gegenstand. Solches Fundraising lässt sich perfekt in spannende und mitreißende Aktionen einbinden.

Die besten Crowdfunding-Plattformen in Deutschland

In Deutschland gibt es heute viele seriöse Crowdfunding-Plattformen, die für jeden Bedarf das Richtige anbieten. Ob du Musiker:in bist und dir ein monatliches Fixgehalt durch deine Fans auszahlen lassen möchtest, eine Familie in Not kennst, die unbedingt finanzielle Unterstützung nach einem Unfall benötigt, oder für eine soziale NGO arbeitest, die Spenden für ein nachhaltiges Projekt sammeln möchte – wir geben dir hier den besten Crowdfunding-Plattformen-Vergleich für Deutschland und präsentieren dir die wichtigsten Seiten für verschiedene Zwecke.

1. GoFundMe 

GoFundMe ist die weltweit größte soziale Fundraising-Plattform für Einzelpersonen, Teams und gemeinnützige Organisationen mit einer Spenderbasis von mehr als 200 Millionen Menschen weltweit, die im Rahmen der bisherigen Spendenaktionen Einnahmen von mehr als 350 Milliarden Euro erzielt haben. GoFundMe ist darüber hinaus die erste Plattform, die ihren Spender:innen eine Sicherheits-Garantie bietet. Nicht zuletzt ist die Crowdfunding-Plattform auch für ihren beispiellosen Kundenservice bekannt – die Supportmitarbeiter:innen sind rund um die Uhr erreichbar. Zudem haben Spendenseiten keine feste Ablauffrist– das Ziel kann laufend angepasst werden. Wie du erfolgreich einen Spendenaufruf auf GoFundMe startest, siehst du hier.

Gebühren: Unter dem Motto „Powered by donors™” bietet GoFundMe Fundraising mit einer Plattformgebühr von 0 %. Pro Spende wird lediglich eine standardmäßige Zahlungsabwicklungsgebühr von 2,9 % plus 0,25 € erhoben. Die sichere Verarbeitung von Spenden ist leider nicht umsonst. Denn bei jeder Spende entstehen uns und dem Zahlungsdienstleister Kosten. Dafür berechnen wir bei der Auszahlung der Spenden einen kleinen Anteil als Verarbeitungsgebühr. Spender:innen können außerdem einen freiwilligen Beitrag für GoFundMe für die Weiterentwicklung unserer erstklassigen Crowdfunding-Tools hinterlassen, sozusagen eine Spende an die Spendenplattform schicken.

2. Startnext

Startnext ist die Crowdfunding-Webseite für soziale Entrepreneure. Es handelt sich hierbei um eine Reward-basierte Crowdfunding-Plattform, die Fundraising für junge Unternehmen und Startups ermöglicht. Du findest vor allem soziale Startups, kreative und nachhaltige Projekte hier. Startnext beginnt im Basispaket mit einer Laufzeit von 60 Tagen. Man kann aber auch höhere Level wie Premium oder Enterprise nutzen, um den Spendenaufruf unbegrenzt online lassen zu können. 

Gebühren: Fixe Transaktionsgebühren von 3%-14% + freiwillige Provision von Starter. Außerdem können Spender:innen eine freiwillige Spende für Startnext tätigen.

3. GoodCrowd

Um etablierte Organisationen zu unterstützen, ist Goodcrowd eine der besten Optionen. GoodCrowd ist in erster Linie für Privatpersonen gedacht, funktioniert also ähnlich wie GoFundMe. GoodCrowd ist gemeinnützig. Durch freiwillige Spenden hilfst du, die Plattform zu erhalten und Kosten wie Miete, Strom und Personal zu decken.

Gebühren: In Deutschland beträgt die Zahlungsabwicklungsgebühr 2,7 % + 0,35 € pro Spende + freiwilligen Beitrag von Spender:innen an die Crowdfunding-Plattform.

4. Kickstarter

Die US-amerikanische Crowdfunding-Plattform Kickstarter ist auch eine Reward-basierte Fundraising-Seite. Ihr Fokus liegt auf kreativen Projekten, vorwiegend aus der Tech-, Film-, Design- und Musikbranche. Seit dem Beginn der Plattform im Jahr 2009 wurden Projekte mit mehr als 3,2 Mrd. Euro erfolgreich unterstützt. Kickstarter ist vor allem relevant für Gründer:innen und Kreative, die mit ihrem Produkt eine große internationale Community erreichen wollen.

Gebühren: Bei erfolgreicher Finanzierung eines Projekts Gebühr in Höhe von 5 % des Gesamtbetrags + Bearbeitungsgebühr (ungefähr 3-5 %)

5. Indiegogo

Auf der Spenden-Plattform Indiegogo kann jede:r Kapital für Projekte und Existenzgründungen sammeln. Die Finanzierung erfolgt, indem Menschen ein Vorhaben mit Geld unterstützen und darin investieren. Es gibt keine Rückzahlung der Beträge, sondern sogenannte Dankeschöns. Indiegogo ist eine US-amerikanische Crowdfunding-Plattform, spezialisiert auf Projektfinanzierung.

Gebühren: Bei erfolgreich finanzierten Projekten 4 % der gesammelten Summe und 3 % Zahlungsgebühr. Für flexibel angelegte Crowdfunding-Projekte zahlen Initiatior:innen am Ende eine Gebühr in Höhe von 9% der gesammelten Summe.

6. Companisto

Companisto ist eine hervorragende Möglichkeit, Startups zu finanzieren. Die Chance auf eine Wertsteigerung animiert viele Menschen dazu, sich am Fundraising zu beteiligen. Wer Crowdfunding für aufregende Projekte benötigt, kann eine Finanzierung beantragen. Das wird auf der Webseite der Crowdfunding-Plattform mit Sitz in Berlin veröffentlicht. Um daran teilzunehmen, muss jedoch eine Bewerbung eingereicht werden, z. B. für ein siebentägiges Bieterverfahren, das bis zu 10.000 Euro erreichen kann. 

Gebühren: Die Gebühren liegen bei Companisto bei 15%. Diese Provision wird erst gezahlt, wenn das Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen ist.

7. Patreon

Patreon ist eine US-amerikanische Crowdfunding-Seite, die es Künstler:innen und Musiker:innen ermöglicht, ein festes Einkommen zu generieren. Über verschiedene Abonnements können Fans monatlich einen festen Beitrag an ihre:n Lieblingskünstler:in zahlen und erhalten so exklusiven Zugang zu Musik, Kunstwerken oder Schriftstücken. Beworben werden Spendenaufrufe dieser Art meist über soziale Netzwerke, auf denen Content produziert wird.

Gebühren: 10% der generierten Einnahmen gehen an Patreon. 

8. Evangelisch-bildungsstark

Mit dieser nicht gewinnorientierten Crowdfunding-Plattform aus Deutschland können gemeinnützige evangelische Bildungsprojekte aus Berlin und Brandenburg unkompliziert Hilfe erhalten. 

Gebühren: Die Nutzung dieser Plattform ist kostenfrei.

9. 99Funken 

Diese von den Sparkassen initiierte, nicht gewinnorientierte Crowdfunding-Plattform bietet sozialen Initiativen, Vereinen und lokalen Projekten an, Geld für ihre Ziele zu sammeln. Außerdem gibt es hier die einzigartige Möglichkeit, gemeinsame Projekte mit der lokalen Sparkasse umzusetzen.

Gebühren: 4% brutto fallen bei Auszahlung der gesammelten Beträge für den Zahlungsdienstleister der Plattform an, bei Sparkassen-kofinanzierten Crowdfunding-Projekten fallen keine Gebühren an.

10. wemakeit

wemakeit ist eine internationale Crowdfunding-Plattform mit Schweizer Wurzeln, die sich auf kreative Projekte konzentriert. Sie bietet eine mehrsprachige Benutzeroberfläche und unterstützt Projekte aus verschiedenen Bereichen wie Kunst, Musik, Design und Technologie. 

Gebühren: Schließt deine wemakeit-Aktion erfolgreich ab, zieht wemakeit 6% Service- und 4% Zahlungsgebühren des Gesamtbetrags ab. Bei Nichterfolg entstehen keine Kosten.

11. Fairplaid

Fairplaid ist eine deutsche Crowdfunding-Plattform, die sich auf Sportprojekte spezialisiert hat. Sie unterstützt sowohl Amateur- als auch Profisportler:innen bei der Finanzierung von Trainingslagern, Ausrüstung oder Wettkämpfen.

Gebühren: Die Plattform erhebt eine Provision von 7 % der erfolgreich finanzierten Summe, die bereits die Transaktionsgebühren beinhaltet.

12. EcoCrowd

EcoCrowd ist eine Crowdfunding-Plattform der Deutschen Umweltstiftung und fokussiert sich auf nachhaltige Projekte. Sie unterstützt Initiativen in den Bereichen Umwelt, Bildung und Soziales.

Gebühren: Bei der Einreichung eines Projekts fallen keine Kosten an. Beim Gewinn einer Abstimmung werden die Aktionen finanziert und es werden keine Gebühren verlangt. Bei älteren Projekten wurden 8% Provision erhoben.  

Worauf du beim Vergleich achten solltest

1. Benutzerfreundlichkeit

Bevor du eine Spendenaktion über eine bestimmte Webseite ins Leben rufst, solltest du diese genauer unter die Lupe nehmen. Die besten Crowdfunding-Plattformen in Deutschland sind so gestaltet, dass es Spaß macht, Zeit auf ihnen zu verbringen, mehr über ihre Spendenaufrufe zu erfahren und selbst aktiv zu werden – entweder, indem du deine eigene Spendenaktion ins Leben rufst oder eine andere unterstützt. Wenn sich eine bestimmte Crowdfunding-Seite nur mühsam navigieren lässt, solltest du sie daher aus deiner engeren Auswahl eliminieren.

2. Kundendienst

Bietet die Website E-Mail-Support und eine Live-Chat-Funktion? Bedenke, dass Freunde und Familienmitglieder, die deinen Aufruf mit Spenden unterstützen, früher oder später möglicherweise Hilfe benötigen. Deshalb ist es entscheidend, dass die Betreiber:innen der Website ehrlich, verantwortungsbewusst und erreichbar sind.

3. Tools, um deine Community auf dein Anliegen aufmerksam zu machen

Sieh dir an, welche Social-Networking-Tools die Crowdfunding-Website bietet. Die besten Anbieter:innen stellen ihren Kund:innen benutzerfreundliche Tools zur Verfügung, mit denen Spendenaktionen ganz einfach via Instagram, WhatsApp, Facebook, Twitter und E-Mail geteilt werden können. Da dein Bekanntenkreis einen wichtigen Beitrag zum Erfolg deiner Crowdfunding-Bemühungen leistet, sind solche Funktionen unerlässlich.

Crowdfunding-Plattformgebühren

Als Plattformgebühr wird der Prozentsatz des gesamten Spendenbetrags bezeichnet, den eine Crowdfunding-Plattform einbehält. In der Regel liegen die Crowdfunding-Plattformgebühren bei 5–12 %. Achte insbesondere auf mögliche Strafgebühren: Manche Plattformen erheben höhere Gebühren, wenn du dein Spendenziel nicht erreichst. Andere haben wiederum ein „Alles oder nichts“-Modell, bei dem du gesammelte Spenden nur dann erhältst, wenn du dein Ziel erreicht oder übertroffen hast.

Die besprochenen vier Faktoren solltest du immer im Hinterkopf behalten, wenn du deinen Vergleich der besten Crowdfunding-Plattformen in Deutschland anstellst.

Auswahl der passenden, seriösen Crowdfunding-Plattform

Bei der Auswahl der passenden Crowdfunding-Plattform für dein Projekt solltest du neben den Gebühren auch die jeweilige Zielgruppe, das Finanzierungsmodell und die angebotenen Unterstützungsleistungen berücksichtigen. Ein sorgfältiger Vergleich der Crowdfunding-Plattformen ermöglicht es dir, schnell den richtigen Partner für dein Vorhaben zu finden und deine Erfolgschancen zu maximieren. Anhand dieser Liste der besten Crowdfunding-Websites kannst du herausfinden, welche Plattform am besten für dein Projekt oder dein Anliegen geeignet ist. Wenn du zusätzliche Inspiration zum Thema Crowdfunding brauchst, helfen dir diese Tipps und Ideen rund um Spendenaktionen weiter. Ebenso zeigen wir dir, welche Fehler du beim Crowdfunding vermeiden solltest. Starte noch heute deinen Spendenaufruf oder hilf anderen, ihr Spendenziel zu erreichen.

Welche Crowdfunding-Plattform passt zu deinem Projekt? 

Wenn du Geld für medizinische Hilfe, einen Notfall, eine Familie in schwieriger Lage oder ein anderes persönliches Anliegen sammeln möchtest, ist eine spendenbasierte Plattform meist die passende Wahl.

GoFundMe ist hier für viele Menschen eine starke Option, weil die Plattform auf persönliche Fundraising-Ziele ausgerichtet ist, einfach zu nutzen ist und dir hilft, deine Geschichte schnell mit deinem Netzwerk zu teilen.

Erfolgsfaktoren für deine Crowdfunding-Initiative

Unabhängig von der Plattform gibt es ein paar Dinge, die fast immer helfen:

  • Setze ein klares und realistisches Ziel.
  • Erkläre offen, wofür du das Geld brauchst.
  • Nutze gute Bilder oder ein kurzes Video.
  • Teile deine Aktion regelmäßig.
  • Halte Unterstützer:innen mit Updates auf dem Laufenden.
  • Bitte Freund:innen und Familie, deine Aktion weiterzuverbreiten. 

Die passende Plattform für dein Anliegen finden

Die beste Crowdfunding-Plattform ist die, die zu deinem Ziel, deiner Geschichte und deiner Community passt. Wenn du vor allem persönliche Unterstützung sammeln möchtest, brauchst du eine andere Lösung als jemand, der ein Produkt entwickelt oder ein Start-up finanziert.

Wenn du die wichtigsten Unterschiede kennst, kannst du leichter entscheiden, welche Plattform zu deinem Vorhaben passt und mit mehr Klarheit starten.

Wenn du bereit bist, deine eigene Spendenaktion zu beginnen, kann GoFundMe dir helfen, Unterstützung zu mobilisieren und dein Anliegen mit anderen zu teilen.

Verfasst von elisa